An der Plumpe – 11FREUNDE

In den Tagen nach dem Bau der Ber­liner Mauer im August 1961 ver­mel­dete die Ost­ber­liner Polizei grö­ßere Men­schen­an­samm­lungen am kür­zeren Ende der Behm­straße an der Grenze zum Wed­ding. Die Leute waren Hertha-Fans aus den öst­li­chen Stadt­be­zirken, die nun nicht mehr zu den Spielen gehen konnten und zumin­dest noch hören wollten, wie sich die Hertha schlug. Und so lauschten hun­derte Anhänger den Tor­schreien und Laut­spre­cher­an­sagen, die vom Sta­dion am Gesund­brunnen her­über­wehten. Nach wenigen Wochen trieb die Volks­po­lizei sie vor dem Anpfiff aus­ein­ander, und als darauf einige Hertha-Fans auf die Idee kamen, vom Hoch­bahn­steig der U‑Bahn an der Schön­hauser Allee hin­über zum Sta­dion zu schauen, aus über einem Kilo­meter Ent­fer­nung wohl­ge­merkt, wurden auch dort Sicht­blenden ange­bracht.

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