Im internationalen Spitzenfußball macht eine gute Vorbereitung heutzutage 90 Prozent des Erfolgs aus. Also bat das Team von Österreichs einzigem Fußballmagazin „ballesterer“ die 11FREUNDE am Vorabend des Länderspiels in die Schikaneder-Bar. Alsbald packten die Chefstrategen beider Mannschaften ihre schärfsten Psychowaffen aus. Hier ein lapidar eingeflochtenes „Córdoba“, da ein messerscharfes „Färöer“. Manch einer wollte ob des atemberaubenden Niveaus der Auseinandersetzung schon ein ängstlich-versöhnliches „Gijon“ gehört haben.
Doch da holte Dr. Pennwieser, ballesterer-Starkolumnist und Betreiber der blatteigenen Notfallambulanz, zum entscheidenden Schlag ‚aus: Die Uhr zeigte 1.30, als der Freistoßspezialist den 11 FREUNDE-Spielmacher Boris Herrmann gezielt in die berüchtigte Disco „Roxy“ entführte. 14 Stunden später wankte die deutsche Nummer 10 schwer gezeichnet auf dem Rasen herum. Pennwieser genügte ein ruhender Ball aus spitzem Winkel, um seine Elf 1:0 in Führung zu bringen. Von da an zogen die Österreicher ihr legendäres Scheiberlspiel auf und fertigten die Gäste schließlich mit 6:3 ab.
Die Gastgeber feierten ihren Triumph mit dem ortsüblichen Brauch des „Doppleranschreiens“. Und der ist wörtlich zu nehmen: Der Kapitän brüllt auf einen Doppelliter Bier ein, das Team macht es ihm nach.