Alles im Land sprach plötzlich von der Bruchbude Tivoli. Das Stadion von Alemannia Aachen war im Frühjahr 2004 das stimmungsvollste Deutschlands. Im Pokalviertelfinale hatte der Zweitligist in jenem Jahr den großen FC Bayern besiegt. Mit seinem besten Kumpel Willi Landgraf, der die rechte Bahn beackerte, bildete Stürmer Erik Meijer das Herzstück der Mannschaft. „Wir waren Waldorf und Statler“, sagte Meijer später. Doch im Gegensatz zu den zwei meckernden Opas der Muppet Show liefen die zwei erfahrenen Alemannen ihre Gegenspieler in Grund und Boden, so als wären sie jung an Jahren und nicht schon 35 und 34 Jahre alt.
Auf den sensationellen Sieg über die Bayern, den Meijer mit dem Siegtreffer herbeigeführt hatte, folgte ein 1:0 im Halbfinale über Borussia Mönchengladbach. Ebenfalls am Tivoli. Das Finale von Berlin verloren die Aachener dann gegen den Deutschen Meister Werder Bremen. Meijers 2:3‑Anschlusstreffer kam etwas zu spät, die Aachener Pokalsensation blieb also aus. Sie konnte in der Folgesaison allerdings fortgeführt werden. Weil sich Werder Bremen längst für die Champions League qualifiziert hatte, durfte Alemannia Aachen wegen der Finalteilnahme als Zweitligist im Uefa-Cup antreten. Mit Willi Landgraf hinten rechts und Erik Meijer vorne drin.