Es gab mal eine Zeit, da pilgerte die Fußballwelt staunend in ein nordbadisches Dorf mit dreitausend Einwohnern. Die Gazetta dello Sport, der englische Guardian und die New York Times schrieben aufgeregte Berichte über einen Klub namens TSG Hoffenheim und deren innovativen Trainer Ralf Rangnick, der den ganzen Fußball durcheinander brachte. Auf dem Trainingsplatz hinter der Tankstelle machte dieser Coach verrücktes Zeug, indem er etwa Übungen vorgab, bei denen ganze Teile des Rasens bewusst ausgespart wurden, um die Spieler zum schnellen Spiel in die Spitze zu zwingen. Es gab bei diesem Klub einen Psychologen, der später auch beim Gewinn der Weltmeister 2014 dabei war, Hans-Dieter Hermann. Es gab Athletiktrainer und eine Videowall, um die Reaktionszeit zu verbessern. Man fand in Hoffenheim Videoanalysten, als das andernorts noch unbekannt war, und sogar einen Spezialisten für Myoreflextherapie. Den Nachwuchs leitete Bernhard Peters, der ehemalige Hockeynationaltrainer. Es war alles ziemlich crazy.
Hoffenheim und das Gladbach-Problem – 11FREUNDE
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