Einmal war ich auf Augenhöhe mit einem Weltmeister. Genauer war es Kevin Großkreuz, der mir entgegenblickte. Er, der Weltmeister, mir, dem Balljungen. Seine Arme waren in meine Richtung gestreckt, nur wenige Meter trennten uns von einer Umarmung. Doch er wollte nur den Ball, den ich in den Händen hielt. Für einen kurzen Moment war er, mit seinen Millionen, auf mich, ohne Millionen, angewiesen, dass ich ihm den Ball zuwerfe. Ich hätte es ihm verweigern können, zumindest erschweren. Und warf ihm den Ball schließlich doch zu. Von außen war es eine unbedeutende Szene, für mich eine prägende Erinnerung.
Randfigur für eine Saison – 11FREUNDE
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