Verlier’ bloß nicht die Kabine! – 11FREUNDE

Es muss schreck­lich gewesen sein, als Julian Nagels­mann zuletzt mit seinem Board in die Bayern-Kabine gerollt kam. Hatten die Spieler ihn sonst stets mit großem Hallo und kol­lek­tivem Ska­ter­gruß will­kommen geheißen, herrschte nun eisige Stille, stockten eben noch hei­tere Gespräche, zer­streuten sich plötz­lich Spie­ler­gruppen. Nagels­mann hatte die Kabine ver­loren. Jeden­falls wenn man den Schil­de­rungen des Vor­stands­vor­sit­zenden Oliver Kahn glaubte, der das Ver­hältnis zwi­schen Bayern-Coach und seinen Spieler zer­rüt­teter malte als die Ehe zwi­schen Kim und Kanye. Dass für dieses Zer­würfnis die angeb­lich ver­lo­ren­ge­gan­gene Kabine her­halten musste, wirft ein Schlag­licht auf den bit­teren Nie­der­gang einer einst mythen­um­wo­benen Insti­tu­tion des Pro­fi­fuß­balls.

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