Jaja, Zlatan Ibrahimovic. Die Liste der „Zlatan macht jetzt auch“-Dinge kennt keine Limits. Fast alles schien bisher möglich: Tausende schwedische Kinder tragen schon seinen Namen. Er hat ein eigenes Verb. „zlatanera“, was in etwa „etwas mit Kraft dominieren“ bedeutet und Einzug in die schwedischen Wörterbücher gefunden hat. Über ihn gibt es Lieder und Comedystücke. Einmal verkleidetete er sich als Polizist, um im Rotlichtmilieu Freier von Prositutierten aufzumischen. Und als Pep Guardiola ihn einst beim FC Barcelona auf die Bank setzte, nölte er den Meister an: „Wer mich kauft, kauft einen Ferrari“. Wo er hinkommt, gibt es die große Zlatan-Mania. Doch das hat ihm bisher noch gefehlt: die Kontrolle über „Google“.
Wer Zlatan sucht, der findet Ibrahimovic
Das ist jetzt auch vorbei. Zlatan braucht „Google“ und die ganzen anderen nicht mehr. Seit gestern hat er eine eigene Suchmaschine. Auf www.zlaaatan.com finden „Ibras“ Anhänger alles rund um den bescheidenen Schweden. Das Internet, dieses unkontrollierbare Wesen, es gehorcht jetzt Zlatan. Ausgedacht hat sich Zlatan 2.0 die schwedische Werbeagentur „SweetPop“. Die Suche ist simpel: Jeder Suchanfrage wird einfach „Zlatan“ beigefügt.
Eigentlich sei es nur ein Aprilscherz gewesen, teilte der Manager der Firma mit. Doch die Seite wurde auch in der Woche danach immer noch so gut geklickt, dass sie online blieb. „Wenn sie künftig nach einem Rezept suchen, werden sie den Ibrahimovic Burger finden“, sagte der „SweetPop“-Manager Andreas Killander. Kochrezepte, Autos, Sprachkurse, die Suchmaschine fährt die ganze Palette